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Wie aus uns vorliegenden Stammbüchern hervor geht, gibt es schon seit 100 Jahren in Pöhlau eine Feuerwehr welche von 1905 an jedoch eine Pflichtfeuerwehr war.

Am 25. Februar 1925 erließen die Bürger Hohmut, Krauß und Schmid einen Aufruf welcher vorsah, neben der bereits bestehenden Pflichtfeuerwehr im Ort eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen.Bereits am 25.juli 1925 kam es zur Gründungsversammlung in der Gaststätte „Waldschänke“, wo sich 29 Bürger in die Stammrolle eintrugen. Als Wehrleiter wurde der Bürger Otto Schmid eingesetzt, welcher durch Ferdinand Krauß aus Zwickau, der schon Erfahrung aus der Schedewitzer Feuerwehr mitbrachte, unterstützt wurde. Großes Interesse zeigten die Bauern ,welche gleich mit 15 Mann eintraten.

Ende 1925 konnte bereits je ein Pionierzug, ein Steigerzug und ein Spritzenzug formiert werden, welche von der bereits vorhandenen Technik der Pflichtfeuerwehr profitierten und eine Feuerspritze mit Sauger und eine Handdruckspritze nun ihr Eigen nannten. Von der Gemeinde wurde zur Ergänzung noch eine 10 Meter-Schiebeleiter der Firma Magirus beschafft. Als Zugfahrzeug diente ein Lkw des Fuhrunternehmers Max Kurzmann welcher selbst bis 1934 Mitglied war. Das Gerätehaus war damals in der Schule untergebracht und der Steigerturm stand am Feuerwehrplatz.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten kamen auch Veränderungen für die Wehr. So wurde die bisherige Wehrleitung abgelöst und Kam. Ebert wurde als Wehrleiter und Kam. Hahn als Stellvertreter eingesetzt. 1934 wurde Kam. Ebert zum Wehrdienst eingezogen und Kam. Hirsch übernahm das Amt des Wehrleiters und dies bis 1945.
Mit Beginn des zweiten Weltkrieges wurden viele Kam. zum Kriegsdienst heran gezogen welches die Wehr erheblich schwächte.Die dienstverpflichteten Bürger stärkten die Wehr kaum, da diese keine Lust und Liebe mitbrachten.

Von der Gründung bis 1945 brach im Ort kein Brand aus, jedoch mussten die Kameraden des Öfteren in die Nachbarorte Reinsdorf und Auerbach ausrücken, wo sie mehrmals als Erste eintrafen, welches mit 30 Reichsmark belohnt wurde.

Ende 1945 wurde der Kam. Gerber vom damaligen Leiter der Berufsfeuerwehr, Kam. Paul Weigel beauftragt, die Feuerwehr Pöhlau wieder zu einer schlagkräftigen Wehr auszubauen, welches mit der Hilfe von Kam. Thiele und unter großen Mühen gelang.

Im Sommer 1947 kam es zur ersten Feuertaufe der Wehr im Ort, als ein Scheunenbrand ausbrach, der aufs Wohnhaus übergriff.

1950 verzog kam. Thiele und wurde von Kam. Seiler ersetzt.

Im Februar 1950 wurde ein Jugendlöschzug unter der Leitung von Kam. Seiler gegründet, dem 8 Jugendliche angehörten.

Bis zum 25.April 1959 wurde der Tragkraftspritzenanhänger teilweise per Hand gezogen, doch dies sollte sich ändern, da die Wehr ihr erstes Löschfahrzeug vom Typ Horch-8 Zylinder aus dem Bestand des Steinkohlebergwerkes „Martin Hoop“ erhielt.

Am 15. Januar trat Kam. Gerber als Wehrleiter zurück und Kam. Seiler übernahm dieses Amt. Als Stellvertreter wurde Kam. Schwalbe eingesetzt.

Im Jahr 1963 wurde erstmals eine Frauengruppe aus 5 Kameradinnen gegründet, die bis 1964 auf 12 Kameradinnen ausgebaut wurde.

Am 29.12.1969 gab es erneut einen Wechsel in der Wehrleitung. Kam. Seiler gab sein Amt aus beruflichen Gründen auf und Kam. Schwalbe wurde neuer Wehrleiter, Stellvertreter wurde Kam. Landgraf.

1970 wurde der alte Horch durch einen alten Garant K30 ersetzt, was keine Verbesserung darstellte.
Im selben Jahr wurden Leistungsstufen eingeführt, welche bis 1973 stets mit Erfolg abgeschlossen wurden.

Ein Höhepunkt war im Juni 1974, als der Wehr ein neues Löschfahrzeug vom Typ Robur LO 2002 mit Schlauchanhänger übergeben wurde.

Nach mehrmaligem Umzug in den letzten Jahren erfolgte am 27.August 1975 der Spatenstich des heutigen Gerätehauses, welcher vom Kam. Bretschneider vorgenommen wurde.

Im Jahr 1975 schied Kam. Landgraf als Stellvertreter aus und Kam. Schmid trat an seine Stelle.

Am 15. Februar 1976 gründete Kam. Schwalbe die AG „junge Brandschützer“ die von ihm bis 1990 geleitet wurde.

Am 24.April 1980 konnten die Wehr den Titel „Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr“ ablegen, der 1985 nochmals erreicht werden konnte.

Als Kam. Schmid 1983 durch Umzug aus der Wehrleitung ausschied blieb diese Stelle fast zwei Jahre unbesetzt bis im August 1985 Kam. Müller dieses Amt übernahm.

1985 konnte der Bau am Gerätehaus so weit vorangetrieben werden, dass im Februar 1986 das Gebäude feierlich zur Nutzung freigegeben wurde. 10 Jahre Bauzeit über 4600 Stunden alles in Eigenleistung und durch die Hilfe der Kam. der FFW Oberhohndorf. Besonders verdient machten sich hier die Kameraden Schwalbe E., Lemke M. , Bretschneider R. und Jeltsch R.!

Die Arbeit des Jugendfeuerwehrwartes wurde Anfang 1995 durch Kam. Stallmann übernommen. Durch den immer höher werdenden Zulauf an Jugendlichen musste eine dritte Gruppe aufgemacht werden, da mittlerweile 25 Jungen und Mädchen mit Eifer und Erfolg bei der Sache waren!

Am 11.2.1998 wurde ein neues Löschgruppenfahrzeug von drei Kameraden aus Luckenwalde überführt und nach einer Ausbildungszeit am Fahrzeug ,wurde unser neues LF 8/6 auf Iveco am 27.3.1998 durch die Bürgermeisterin Frau Dr. Findeiß und dem Amtsleiter Herrn Günnel feierlich in Dienst gestellt. Der ausgemusterte LO 2002 konnte von uns für einen symbolischen Preis gekauft und somit als Oldtimer erhalten werden.
Aufgrund der neuen und vor allem modernen Technik kam viel Ausbildung auf uns zu, um die Technik zur Brandbekämpfung und vor allem die zur technischen Hilfeleistung auch beherrschen zu können.

Nach 32 Jahren als Wehrleiter ließ sich Kam. Schwalbe zur Jahreshauptversammlung im Januar 2002 aus Altersgründen nicht wieder zur Wahl aufstellen und legte sein Amt nieder! Nach nunmehr 55 Jahren Mitgliedschaft , 32 Jahre davon als Wehrleiter und seiner Jahre langen Tätigkeit als Jugendwart hat er maßgeblich und federführend dazu beigetragen, das Pöhlau eine einsatzbereite, gut ausgebildete und zahlenmäßig gut da stehende Feuerwehr hat.

Eine verantwortungsvolle Aufgabe kam im Jahr 2009 auf unsere Wehr zu. Auf Initiative der Berufsfeuerwehr Zwickau wurde in der Pöhlauer Wehr eine Atemschutznotfallgruppe ins Leben gerufen. Das Ziel soll sein, bei einem Atemschutznotfall schnell und sicher Hilfe für den in Not geratenen Kameraden zu leisten. Zu diesem Zweck wurden von den Kameraden unserer Wehr zahlreiche Ausbildungsstunden zum Thema Notfallrettung in der Berufsfeuerwehr geleistet und vom Amt 37 einsatzspezifische Ausrüstung bereitgestellt. Am 20.06.2009 wurde ein MTW für die Atemschutznotfallgruppe Pöhlau in unserem Gerätehaus stationiert. Ab diesem Zeitpunkt hieß es bei jedem größerem Brand oder Gefahrguteinsatz im Stadtgebiet Zwickau –„ Einsatz Atemschutz Pöhlau“ auf dem Pager !

Aktuell beträgt die Stärke unserer Wehr 5 Kameradinnen und 33 Kameraden im aktiven Dienst, 3 Mitglieder der Alters und Ehrenabteilung sowie 10 Angehörige der Jugendfeuerwehr.

Im Dezember 2010 erhielten wir die Nachricht, dass nun kurzfristig eine Firma den Fußboden im Schulungsraum und im Verbindungsgang zwischen den beiden Fahrzeuggaragen erneuern soll. Wir hatten vor einiger Zeit festgestellt, dass unter dem Fußbodenbelag der Untergrund bröselte. Die entstandenen Löcher wurden von uns provisorisch geflickt, aber es lief alles in allem auf eine größere Maßnahme hinaus.
Da schnell klar wurde, dass der alte Untergrund raus musste, nutzten wir die Gelegenheit für ein lange angedachtes Vorhaben. Auf Betreiben unseres Wehrleiters Marco Stallmann brachen wir die Wand zwischen Schulungsraum und Gang heraus.
Was Anfangs als fixe Idee geboren wurde, sollte nun als bessere Lösung neu entstehen. In ca. 250 Arbeitsstunden wurden die Türen versetzt, Trockenbau errichtet, frisch geputzt, die Elektrik erneuert, Laminat verlegt, frisch gestrichen und neue Einrichtungsgegenstände beschafft.
Am 24.01.2011 konnte der erste reguläre Dienst im neuem Schulungsraum stattfinden. Wir nutzten dem Umbau auch um uns technisch auf den neuesten Stand zu bringen. So wurde ein Beamer an der Decke installiert und zusätzlich ein 40 Zoll Bildschirm angebracht. Somit können wir bei der Ausbildung auf Bildschirmpräsentationen zurückgreifen.
Nach Ende der Arbeiten gilt der Dank der Wehrleitung allen beteiligten Kameradinnen und Kameraden.

 
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